Es bewegt sich was im deutschen Mobile Payment-Markt

Mit dem Start von Google Pay und Apple Pay kommt Bewegung in den deutschen Mobile Payment-Markt

Jetzt legt auch Apple los mit seinen mobilen Bezahldienst in Deutschland. Während der Pay-Service in 24 Staaten – darunter auch in europäischen Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien oder Belgien – schon längere Zeit verfügbar ist, ließ der Deutschlandstart auf sich warten. Die Zurückhaltung der Kunden macht es mobilen Bezahldienstanbietern hierzulande nicht einfach. Daran hat auch der Start von Google Pay im Sommer bisher wenig geändert.

Der deutsche Markt tickt immer noch bar

Anders als in Asien, Schweden oder Dänemark wird an deutschen Kassen immer noch am liebsten bar bezahlt: Nach Angaben der Deutschen Bundesbank waren es im Jahr 2017 74 Prozent der Transaktionen. Nur rund elf Prozent aller deutschen Smartphone-Besitzer bezahlen im stationären Handel mobil, wie eine kürzlich veröffentlichte Umfrage vom US-Marktforschungsunternehmen E-Marketer zeigt.

Neben Bedenken der technischen Sicherheit ziehen Marktbeobachter häufig das klassische Henne-Ei-Prinzip zur Erklärung heran: Je weniger Händler Mobile Payment anbieten, umso weniger Kunden sehen einen wirklichen Mehrwert darin. Von der anderen Seite betrachtet: Je geringer die Nachfrage und Nutzung seitens der Verbraucher, umso weniger Händler rüsten ihre Kassen um und bieten das Bezahlen mit dem Handy an.

Ob Henne oder Ei, die Frage stellte sich bei Einführung von PAYBACK PAY nicht. 2016 hat das führende Bonusprogramm in seine App die Mobile Payment-Lösung PAYBACK PAY integriert. Der entscheidende Vorteil: PAYBACK brachte die Bezahlfunktion mit einer Basis von knapp 30 Millionen aktiven Kunden und langfristigen Partnerschaften mit großen Händlern in den Markt. Das Bonusprogramm kann zudem seit seinem Start im Jahr 2000 auf starke Vertrauenswerte auch bezüglich Sicherheit setzen. Die App hat sich zusammen mit Amazon und eBay zu einer der Top 3 Shopping-Apps in Deutschland entwickelt, 6 Millionen User nutzen sie aktiv. Dies sind wichtige Gründe, warum PAYBACK PAY sich trotz des skeptischen Marktumfeldes durchgesetzt hat und heute mit einer hohen sechsstelligen Zahl an PAY-Nutzern Mobile Payment-Marktführer in Deutschland ist. Das dritte und wichtigste Motiv jedoch ist die Einbettung der Bezahlfunktion in ein smartes Servicebündel.

Mehrwert durch die Kombination von Coupons aktivieren, Punktesammeln und Bezahlen

Wer in Deutschland mit dem Handy zahlt, kann sein Portemonnaie immer noch nicht zu Hause lassen. Und das Mobiltelefon alleine für den Zahlvorgang an der Kasse zu zücken, hat bis heute wenige Nutzer überzeugt.

Der Ansatz von PAYBACK ist deswegen die Integration der PAY Funktion in eine nahtlose Customer Journey. Denn um langjährige Gewohnheiten zu verändern, braucht es einen relevanten Mehrwert, den PAYBACK durch ein Servicebündel aus Punktesammeln, Coupons aktivieren und Bezahlen bietet. Mit Erfolg: Die Nutzer zahlen durchschnittlich rund 1 Mal in der Woche. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der gesamte Prozess an der Kasse mobil doppelt so schnell abgewickelt ist als analog.

„Bezahlen allein hat noch niemanden begeistert“, so Carolin Thomass, die bei PAYBACK für Mobile Payment zuständig ist. Bildlich vergleicht sie den Mobile Payment-Markt mit einem Archipel aus verschiedenen Insellösungen. „Im Grunde bieten alle mobilen Bezahlanbieter Insellösungen, sei es exklusiv für Android, iOS, ausgewählte Banken oder Sparkassen. Es kommt klar darauf an, was eine Insel zu bieten hat und wie viele Einwohner – also Nutzer – sie hat“, so Thomass. „Anbieter müssen die Konsumenten verstehen und das mobile Bezahlen durch klare Mehrwerte attraktiver gestalten. Die intelligente Verzahnung von relevanten Services wird letztlich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.“ In den USA seien bei PAY nicht etwa Apple oder Google Marktführer, sondern Starbucks.

Hierzulande zeigt sich die PAYBACK Insel erfolgreich: Aktuell können Kunden bei Alnatura, Aral, dm-drogerie markt, Galeria Kaufhof, PENNY, Real, REWE, TeeGschwendner und Thalia mobil mit PAYBACK PAY bezahlen. Das sind insgesamt 10.500 Akzeptanzstellen. Aktuell funktioniert PAY mit QR und NFC sowie dem einfachen und breit akzeptierten Lastschriftverfahren.

Mobile Payment in Deutschland: über 10 Millionen Nutzer 2022

Mit dem Markteintritt von Apple Pay wird zusätzlich Bewegung in den Mobile Payment-Markt in Deutschland kommen. Die Gemengelage verändert sich und die Bezahlung mit dem Smartphone könnte auch hierzulande auf breitere Akzeptanz stoßen. Diese Prognose wird auch von E-Marketer untermauert. Sind es heute 5,8 Millionen Menschen, die mobil bezahlen, rechnet das Institut für 2020 mit 8,1 Millionen, für 2021 mit 9,4 Millionen und 2022 schließlich mit mehr als zehn Millionen Nutzern.